Heißräuchern im Räucherschrank

Vor einiger Zeit hatte ich einen Bericht veröffentlicht in dem ich das Räuchern mit dem Tischräucherofen beschrieben habe.

In der letzten Woche habe ich für uns und meine Eltern ein paar Wolfsbarsche von Kaufland in meinem Räucherschrank geräuchert. So will ich die Gelegenheit nutzen, um die Vorgehensweise mit solch einem Räucherofen zu beschreiben.

Die Vorbereitungen bis zum eigentlichen Räuchern unterscheiden sich nicht von denen beim Tischräucherofen.

Auch hier wird der Fisch vor dem Räuchern 12 Stunden in eine Salzlake eingelegt.

Wie man solch eine zubereitet, könnt Ihr in meinen Beitrag Räuchern (Teil 1) Räucherlake zubereiten in der Kategorie Fischküche nachlesen.

Nachdem der Fisch dann aus der Salzlake genommen und gut abgespült ist, hänge ich Ihn gut eine Stunde an einem zugigen kühlen Ort zum trocknen auf.

Ein kleiner Tipp: Wenn ihr eine Garage habt mit einer Hintertür, dann macht das Garagentor ein kleines Stück auf und die Hintertür um die Hälfte. Das hat den Effekt das es in der Garage wie Hechtsuppe zieht und eure in der Garage aufgehängten Fische im Nu trocken sind.

In der Zwischenzeit heize ich den Räucherschrank mittels Gasbrenner auf ca. 80 Grad Celsius auf.

Nun hänge ich den an der Zugluft getrockneten Fisch in den Ofen und schließe die Türe, aber nicht ganz. So kann noch die aller letzte Feuchtigkeit entweichen.

Nach ca. 10 Minuten schließe ich dann die Türe des Schranks und beginne mit dem Garungsprozess. Dieser dauert ca. 45 Minuten. Hierbei halte ich eine Temperatur zwischen 60 und 80 Grad Celsius. Innerhalb des angegebenen Zeitraums gehe ich einmal für gut 10 Minuten auf eine Temperatur von 85 Grad, um Keime und Bakterien im Räuchergut abzutöten.

Sind die 45 Minuten um, beginne ich mit dem eigentlichen Räuchern.

Das mit Wacholderbeeren, Senfkörnern und Lorbeerblättern gemischte Buchenmehl stelle ich in einer Metallschale in die Räucherkammer und heize den Räucherschrank erneut auf fast 80 Grad auf. Durch die Wärmeleitung im Metall entzündet sich das Räuchermehl in der Kammer bereits nach kurzer Zeit von selbst.

Tritt sichtbar der erste Rauch aus dem Räucherschrank aus, reduziere ich die Gasflamme so, daß eine Mindesttemperatur von 60 Grad gehalten wird.

Der nun beginnende Räuchervorgang sollte mindestens 45 Minuten dauern. In der Regel lasse ich den Schrank aber so lange unberührt bis kein Rauch mehr aus dem selbigen austritt und somit auch das Räuchermehl komplett verglüht ist.

Das Resultat kann sich glaube ich sehen lassen. Aber vor dem Verzehr lasse ich das Räuchergut noch abkühlen.

Zusammen mit Pumpernickel und Meerrettich ist das rauchige weiße feste Fleisch des Wolfsbarsch einen wahre Gaumenfreude.

Viel Spaß beim nachmachen.

Advertisements

Frohe Weihnachten 

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs

Frohe Weihnachten
und
einen guten Start ins neue Jahr

Pressemitteilungen zur Fangquote 2018

Untenstehend findet Ihr einen Link zur Pressemitteilung des DAFV (Deutscher Angelfischereiverband e.V.). Diesem könnt Ihr auch nochmal Informationen entnehmen.

http://www.dafv.de/index.php/home/nachrichten-und-pressemitteilungen/kein-aal-fangverbot-fuer-angler

Wer gut Englisch kann, der kann sich auch die Pressemitteilung des EAA (European Anglers Alliance) durchlesen.

http://www.eaa-europe.org/news/12135/the-european-council-agrees-on-sea-bass-measures-for-2018.html

Der letzte Absatz in dieser Pressemitteilung erwähnt die mögliche nachträgliche Lockerung der Quote für Sportfischer im Verlauf des kommenden Jahres.

Wieder Neues aus Brüssel!

Die EAA (European Anglers Alliance) meldet auf ihrer Internetseite, daß am 25.01.2018 ein erneutes Treffen mit drei Mitgliedern der Fischereikommission geben wird. Ebenfalls werden Vertreter der EFTTA (European Fishing Tackel Trade Association) bei dieser zwei sündigen Zusammenkunft anwesend sein.


An diesem vorgenannten Datum sollen alle beteiligten Parteien auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht werden. So wird dies auch eine Gelegenheit für die zwei Dachverbände sein, Ihren Standpunkt darzustellen.

Darüber hinaus gibt es einen kleinen Silberstreif der Hoffnung am Horizont für alle die, welche sich nicht mit Catch&Releas zufrieden geben und gerne weiter einen Fisch zum Verzehr mitnehmen möchten.

Auf Grund der eingereichten Petition, welche über 18000 Mal unterzeichnet wurde ist das  ICES (International Council for the Exploration of the Sea)  damit beauftragt bis März 2018 ein „vergleichendes Gutachten“ zu erstellen. Die Kommission wird dann aufgrund des Gutachten entscheiden, ob eine Lockerung der Quote 2018 für Sportfischer möglich ist und gegebenenfalls doch noch ein Baglimit für einige Monate des Jahres 2018 möglich ist.

Die neue Quote für 2018 ist da!

Um es kurz zu machen: es gibt keine Quote mehr für Sportfischer in den Niederlanden, die den Wolfsbarsch betrifft.

Denn es ist ab dem 01.01.2018 nur noch Catch&Releas erlaubt, somit braucht man sich auch nicht den Kopf über Mindestmaß und Baglimit zu zerbrechen.

Die offizielle Verordnung ist noch nicht gedruckt, aber unten findet Ihr einen Link zur Pressemitteilung der EU, nach den zweitägigen Beratungen der EU Minister.

Ich werde mich wieder melden sobald die Verordnung veröffentlicht ist und einige Stimmen aus anderen Ländern sammeln.

http://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2017/12/13/council-agreement-on-2018-fishing-quotas-in-the-atlantic-and-north-sea/

De Lekkerbek 

Neben Kibbeling und holländischem Matjes, ist der Lekkerbek eins der Gerichte, das in keiner Fischbude entlang der niederländischen Küste fehlen darf. 

Kibbeling und Lekkerbek unterscheiden sich eigentlich nur darin, daß beim Kibbeling das Filet vor dem Frittieren in mundgerechte Blöcke geschnitten wird und beim Lekkerbek das Filet ganz bleibt.

In der Regel sollte ein Lekkerbek das Filet vom Kabeljauw sein, aber aufgrund des sehr hohen Kilogramm Preises der letzten Jahre wird auch oft Seelachs dafür verwendet.

Als Alternative läßt sich auch natürlich Wolfsbarsch nehmen.

Hierfür ziehe ich den Filets die Haut ab und schneide die waagerechten Brustgräten keilförmig mit einem Messer heraus. So ist das Filet praktisch 100% grätenfrei und auch für meine Kinder problemlos zu verzehren.

Heute habe ich mal keinen Bierteig selber angerührt, sondern auf ein Fertigprodukte zurückgegriffen. Diese bekommt man bei fast jedem Fischhändler in den Niederlanden zu kaufen oder auch bei Albert Heijn.

So ein Fertigteig ist eine schnelle Lösung, wenn man sich mal eben ein Filet backen möchte. 

Eins zu eins mit Wasser angerührt ist der Teig in Sekunden fertig und bereits nach wenigen Minuten im heißen Öl ist das Filet mit einer herrlichen  goldgelben Kruste überzogen. 

Serviert mit Fritten, Salat und Knoblauchsoße hat man das perfekte Urlaubsfeeling für zu Hause.

Alle Jahre wieder

Breits vor einigen Wochen haben Wissenschaftler vom ICES (International Council for the Exploration of the Sea) eine Empfehlung ausgesprochen im kommenden Jahr keine Wolfsbarsche mehr aus der See zu entnehmen, kurz gesagt ein Fangverbot zu verhängen.

Vor einigen Tagen hat sich dann die Europäische Fischerei Kommission mit Ihrer Empfehlung an den Ministerrat zu Wort gemeldet. Diese beinhaltet  tiefgreifende Einschnitte für uns Angler in 2018. 

Folgende drei Empfehlung werden dem Ministerrat zur Entscheidungsfindung vorgelgt, um den Wolfsbarschbestand zu verbessern.

  1. Ein Fangverbot von 10 Monaten für die kommerzielle Fischerei, hiervon ist die Handleinenfischerei ausgenommen.
  2. Ein totales Verbot für Sportfischer auf Wolfsbarsch zu fischen in der ersten Jahreshälfte von 2018.
  3. Ausschließlich Catch&Releas für Sportfischer in der zweiten Jahreshälfte in 2018

Im Dezember werden dann die Europäischen Fischereiminister in Brüssel zusammen kommen und anhand der Empfehlung die definitiven Fangzahlen und Regeln für 2018 festlegen.

Sollte es so kommen wie die Kommission es empfiehlt, ist das das Aus für viele Angler, die sich einen Wolfsbarsch für den Verzehr fangen wollen. 

Somit haben bereits viele Sportfischerei Verbände, allen voran die EAA (European Anglers Alliance), bereits lautstark ihren Unmut kuntgetan und gefordert die Regelung von diesem Jahr beizubehalten.

Mein Unmut zu diesem Thema ist so groß, daß ich ihn im Gegensatz zum vergangenen Jahr hier garnicht mehr niederschreiben möchte. 

Also warten wir ab was im Dezember beschlossen wird, in der Hoffnung, dass der Ministerrat eine weise Entscheidung fällt und nicht das Hobby vieler Menschen in ganz Europa zu nichte macht.

Wer möchte kann unter dem untenstehenden Link die online Petition der EAA unterzeichnen die dann in Brüssel eingereicht wird.

https://www.change.org/p/eu-agriculture-and-fisheries-council-of-ministers-fishing-for-sea-bass-is-not-a-crime-don-t-let-the-eu-make-it-one

Hengelsport Zuiderduin 

In Westkapelle, im äußersten Westen der Provinz Zeeland, auf der Insel Walcheren, befindet sich ein uriger kleiner Angelladen. 

Hengelsport Zuiderduin ist ein Angelladen, wie man ihn sich vorstellt und ich ihn aus meiner Jugend kenne. 

Bis unter die Decke vollgestopft mit allem was man für die Angelei in Süß- und Salzwasser braucht.

 Von Kleidung, Rollen, Ruten, Bleigußformen und Kühltaschen. Bleie, Posen, Kunstköder aller Art, Lebendköder  und jegliche Kleinmaterialien, die man sich vorstellen kann. Räucheröfen mit Zubehör, Messer, Angellizenzen, Tageskarten und Sonnenbrillen. Kurz gesagt hier gibt es nichts was es nicht gibt.

Kees, der Besitzer das Ladens, ist auch gleichzeitig der Betreiber des benachbarten, gleichnamigen Campingplatz und ein erfahrener Hase auf dem Angelsportsektor. Er steht zusammen mit seinem Sohn und seinem Mitarbeiter Hans für alle Fragen zu Gerät, Köder und Montage bereit. Auch bei der Wahl der Angelstelle unterstützen die Drei gerne den nicht ortskundigen Angler.

Die Öffnungszeiten variieren ein wenig durch das Jahr, da sie sich nach der Urlaubssaison und somit nach den Kunden richten. 

ADRESSE:

Hengelsport Zuiderduin                

Joossesweg 9                                         

4361 KD Westkapelle

Tel: 0031 118 570284                          

email:hspzuiderduin@zeelandnet.nl

Öffnungszeiten:

Während der Hauptsaison:

  • Montag-Freitag: 08:30-12:00                                                13:00-18:00
  • Freitag Abend :  18:45-20:00
  • Samstag:              08:00-12:00                                                13:00-18:00
  • Sonntag:              09:00-12:00                                                  13:00-17:00

Während der Nebensaison und im Winter empfiehlt es sich die genauen Öffnungszeiten vorher telefonisch zu erfragen.

Wieder da!

Naja, eigentlich war ich nicht wirklich weg, aber ich hatte einen kleinen Durchhänger was das bloggen angeht.

Ich wollte einfach mal wieder Fischen ohne im Anschluß noch zu schreiben und hatte mir während eines anderthalb wöchigen Aufenthaltes in Zeeland diese Schreibpause gegönnt. 

Die ersten fünf Tage des Aufenthaltes war ich ohne Familie in Zeeland und konnte mich so rund um die Uhr meinem Hobby witmen. 

Und ich hatte wirklich großes Glück.

Bereits kurz nach den Sommerferien dominierte ein Tiefdruckgebiet einige Wochen das Wetter in Zeeland. Das wirkte sich so negativ auf die Fänge aus, daß diese gegen Mitte September so gut wie bei 0 waren. 

Bereits zwei Tage vor meiner Ankunft hatte sich das Wetter gebessert und der Wind hatte sich wieder gelegt. 

Mit 2-4 Bft aus Ost waren die Bedingungen somit ideal und sollten mir 5 fantastische Tage bescheren.

Während dieser fünf Tage jagte immer wieder eine große Schule Wolfsbarsche an meiner Angelstelle. Immer kurz nach Hochwasser begann das mittlerweile selten gewordene Spektakel, bei dem die Wolfsbarsche im Rausch aus dem Wasser springen während sie an der Oberfläche nach kleinen Fischen jagen.

Das bescherte mir dann auch einige Sternstunden, wovon der Samstag Abend mit 19 gefangenen Wolfsbarsch in der Größenordnung von 40- 55cm herausstach.

Die ersten Tage bevorzugten die Barsche eher flachgeführte Pilker und ließen Oberflächen Wobbler links liegen.

Einige Tage später dann attackierten sie aber doch auch schwere Oberflächenwobbler mit der Walk the Dog Methode geführt.

In den folgenden Tagen ging ich dann wieder zur normalen Angelei mit Gummiködern über. Diese stellte sich auch als durchaus erfolgreich heraus und konnte sich mit Fangzahlen von bis zu 9 Barschen pro Abend durchaus sehen lassen.

Hierbei waren weiße Köder wieder der Weg zum Erfolg. Aber auch die Farben electric blue und schwarz brachten einige Fische ans Ufer. 

Gegen Ende der Woche verschlechterte sich dann wieder das Wetter. Da meine Familie am Freitag Nachmittag zu mir gestoßen war und ich kurz davor war einen Tennisarm zu bekommen, entschied ich mich die letzten Tage nicht mehr angeln zu gehen.

Die neue Schlechtwetterphase sollte wieder einige Wochen, bis in den Oktober hinein, anhalten und nur in der vergangenen Woche ein kleines Fenster öffnen mit wenig Wind und stabilem ruhigem Wetter.

Dieses Fenster nutzte ich aber nicht zum Fischen, sondern um das Vorzelt abzubauen und alles winterfest zu machen.

Hermann war auch mit am Start und machte auch bei sich alles winterfest. Er blieb aber noch drei Tage länger vor Ort und ging während diesen noch ein paar mal ans Wasser. Die ersten zwei Male hatte er keinen Erfolg bis er dann am dritten Abend eine Schule Wolfsbarsche gefunden hatte. 

Die Barsche waren wieder alle um die 50cm und somit von einer Größe die am leichten Gerät richtig Laune machten. 

So konnte Hermann am besagten Abend 11 Stück landen, welche alle anschließend wieder schwimmen durften. 

Ende der Woche zog der Wind dann wieder nach 6 Bft an und auch Hermann machte sich zum letzten mal für dieses Jahr auf den Heimweg.

Somit ist für uns die Wolfsbarsch Saison 2017 beendet und es geht wieder daran das Winterhalbjahr zu nutzen um Gerät und Köder auf Vordermann zu bringen.